Festigkeitsklassen von Schrauben und Muttern

Das Festigkeitsklassen-Kennzeichen von Schrauben besteht aus zwei Zahlen, zum Beispiel 8.8 oder 10.9.

Die erste Zahl gibt die Nennzugfestigkeit Rm an. Sie entspricht dem hundertfachen Wert der Zugfestigkeit in N/mm2.
Die zweite Zahl beschreibt das Verhältnis der unteren Streckgrenze Re (beziehungsweise der 0,2 %-Dehngrenze Rp 0,2 zur Nennzugfestigkeit Rm. Dieser Wert wird mit zehn multipliziert.

Beispiel:
Eine Schraube der Festigkeitsklasse 8.8 besitzt eine Mindestzugfestigkeit von 800 N/mm2 und eine Mindeststreckgrenze von 640 N/mm2.

Die richtige Festigkeitsklasse ist entscheidend für die Sicherheit einer Schraubverbindung. Eine zu niedrig gewählte Festigkeitsklasse kann zu plastischer Verformung oder zum Bruch der Schraube führen.

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Festigkeitsklasse
  3.6 4.6 4.8 5.6 5.8 6.8 8.8 9.8 10.9 12.9
Nennzugfestigkeit Rm (N/mm2) 300 400 400 500 500 600 800 900 1000 1200
untere Streckgrenze ReL N/mm2 180 220 340 300 400 480 - - - -
0,2 %-Dehngrenze Rp 0,2 N/mm2 - - - - - - 640 720 900 1080
Spannung u. Prüfkraft Sp N/mm2 180 225 310 280 380 440 580 650 830 970
Bruchdehnung A % 25 22 - 20 - - 12 10 9 8

Die Kennzeichnung der Festigkeitsklasse ist für alle genormten Schrauben ab einem Nenndurchmesser von 5 mmvorgeschrieben.

Die Markierung muss dort angebracht sein, wo es die Bauform der Schraube zulässt. In der Regel befindet sich das Festigkeitskennzeichen auf dem Schraubenkopf.

Beschriftung der Schraube

Auch Sechskantmuttern mit Festigkeitsklassen müssen gekennzeichnet sein. Die Kennzeichnung ist hier ebenfalls ab einem Gewinde von M5 vorgeschrieben.

Alternativ kann die Kennzeichnung der Muttern mit Hilfe des Uhrzeigersystems erfolgen, bei dem die Anzahl und Anordnung der Markierungen die jeweilige Festigkeitsklasse darstellen.

Beschriftung der Mutter

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